Passionsandachten für Zuhause

Passions-Andachten, die ansonsten immer Donnerstags vor Ostern um 19.00 Uhr in der Lohner Kirche im Chorraum mit Tisch-Abendmahl gefeiert werden.

Nehmen Sie Ihr Gesangbuch zur Hand und feiern Sie die Andacht Zuhause...

Passionsandacht vom 09.04.2020        Hier zum Herunterladen

Passionsandacht vom 02.04.2020        Hier zum Herunterladen

Passionsandacht vom 26.03.2020        Hier zum Herunterladen

Passionsandacht für Zuhause, 09.04.2020

Musik

Lied: Du hast zu deinem Abendmahl als Gäste uns geladen, EG 224

Eingangsvotum:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen GeistesAmen. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

G: der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Vorspruch: Dietrich Bonhoeffer gab uns folgende Worte:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,

flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.

So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

 

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,

finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot

sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.

Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

 

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,

sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,

und vergibt ihnen beiden.

 

Psalm 111, 1-2.4-6.9

Ich danke de HERRN von ganzem Herzen

im Rat der Frommen und in der Gemeinde.

Groß sind die Werke des HERRN;

wer sie erforscht, der hat Freude daran.

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder

der gnädige und barmherzige HERR:

Er gibt Speise denen, die ihn fürchten;

er gedenkt ewig an seinen Bund.

Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk,

dass er ihnen gebe das Erbe der Heiden.

Er sendet eine Erlösung seinem Volk;

er verheißt, dass sein Bund ewig bleiben soll.

Heilig und hehr it sein Namen. Amen.

 

G: Kyrie eleison, kyrie eleison, kyrie eleison

Lesung: Mt 26, 20-30

Bildbetrachtung

 

(Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte und bereiteten das Passalamm. Vers 19) Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und als sie aßen sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s? Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. (…) Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. ich sage euch: ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. (Mt. 26, 20-30)

Liebe Gemeinde,

das Mahl der Einsetzung, das letzte Abendmahl unseres Herrn Jesus mit seinen Jüngern, das Stiftungsmahl, – dieser Abend von Gründonnerstag hat viele Namen.Es ist die Nacht, in der Jesus um seinen Weg mit Gott ringen wird; es ist die Nacht der Gefangennahme und der Verleugnung. "In der Nacht, da er verraten ward" – so beginnen auch die Einsetzungsworte. Es geschieht in der Nacht und das erklärt das Drohende der Nacht im Bild - Sieger Köder hat es wiedergegeben in den dunklen Farben und Formen am Bildrand. Am Ende der Tischgesellschaft ist es besonders dunkel. Und eine Gestalt schleicht sich sogar im Schatten in die Nacht hinaus. Judas Ischariot?

Gegen die bilddominierende Dunkelheit steht der weiß gedeckte Tisch und mit Elementen des Passamahls, auf Brot und Wein verdichtet. Dieser Tisch hat nichts Fröhliches, eher etwas Ernstes, Stilles. Was hier an diesem Abend geschieht – der Schatten des Kreuzes liegt schon darüber.

            Die Lichtquelle, sie muss am unteren Bildrand sein, aber wir sehen keinen Leuchter? Ist er hinter oder über der handelnden Person, von der wir nur die Hände erkennen? Die Hände im Vordergrund, die Brot und Wein austeilen. Die Spiegelung des Gesichtes im Kelch zeigt die Züge eines Mannes mit großen, dunklen, sozusagen vergeistigten Augen. Jesus selbst ist für den Betrachter nicht sichtbar, nur seine Widerspiegelung im Wein. Und dennoch ist er sehr präsent, denn der Blick der Männer, vielfach müde und verhärmt, geht in seine Richtung.Wir sehen Jesus nur in seinen Händen und Gesicht. nicht auf dem Bild. Ist das nicht vergleichbar mit unseren Abendmahlsfeiern: Wir sehen Christus nicht – erkennen ihn aber in Brot und Wein, in der Gemeinschaft der Glaubenden und vertrauen auf seine Gegenwart!

            "Da nahm er das Brot, dankte, brach’s und gab’s seinen Jüngern“. Wir sehen nur die Geste der Einladung, aber wir können uns gut vorstellen, wie Jesus das Brot in die Hände nahm, über ihm das Dankgebet für die Passafeier sprach, so wie es jeder jüdische Haus­vater beim Festmahl und beim Passah zu tun pflegte. Dieses Dankgebet ist so wichtig gewesen im Judentum und auch für die ersten Christen, dass es dem Abendmahl einen Namen gegeben hat: „Eucharistie", das griechische Wort für "Danksagung". Unsere katholische Schwesterkirche benutzt es sogar als Bezeichnung für das ganze Abendmahl.

            Es ist schön, wenn die Danksagung nicht verloren geht! Denn auch wir sollen den Dank für die Befreiung Israels aus Ägyptenland mittragen. Es ist aber auch der Dank für die Welt, die Gott erschaffen hat, dafür, dass er für die Menschen sorgt und die Welt erhält. Es ist der Dank für alle Bewah­rung und Rettung, die das Volk Israel erfahren hatte, seit Gott es zu seinem Volk gemacht hat. Auch wir haben Anteil an den guten Gaben Gottes tagtäglich. So ist jedes Abendmahl auch ein kleines (Ernte-)Dankfest, s.u. (1)

            Ein Fladenbrot liegt in der Mitte des Tisches, in unterschiedlich große Stücke zerteilt. Wenn man sich ganz stark anstrengt, kann man darin die Buchstaben X und R erkennen. Die griechische Abkürzung für Christus. Aber in diesem vorgebrochenen Brot liegt auch eine besondere Botschaft: Es ist schon vollbracht und ich gebe Euch Anteil an meinem Leiden, Sterben und Auferstehen! Der Leidende ist immer schon der Auferstandene. Von Ostern kommt alles kirchliche Feiern her. Und auch wenn Jesus nicht greifbar mit uns am Tisch sitzt, („ich werde von nun an nicht mehr trinken von diesem Gewächs des Weinstocks…“) so ist er dennoch präsentisch mit am Tisch. Er ist mit seinem Geist mit dabei, wir empfangen Brot und Wein, Gemeinschaft und Vergebung nur durch  IHN +

            Schwer wiegt es in dieser Corona-Zeit auf dieses tröstende Zeichen der Nähe und Gemeinschaft mit Gott verzichten zu müssen. Vielleicht ist es gut, einmal zu erleben, was wir zeitgenössischen Christen als fast zu selbstverständlich hingenommen haben: einmal im Monat Abendmahl, mindestens…Durch Verzicht, wie er in manchen protestantischen Kirchen geübt wurde, z.B. in einer reformierten Kirche Siebenbürgens, – da wurde früher nur am Karfreitag Abendmahl gefeiert – steigert man natürlich die Gravität. Welche Bedeutung und Wertschätzung kommt dem Mahl unter solchen Umständen zu? Und wie tragisch für den Einzelnen, wenn er oder sie genau an diesem Tag fehlte, z.B. aus Krankheitsgründen? Nein, man soll nicht aus den (falschen) Gründen einen solchen Verzicht organisieren! Jesus ist immer der je Einladende und er lädt alle gern und regelmäßig zu Tisch, da bin ich sicher! Aber im Augenblick geht es nicht, um das Leben aller zu schützen. Und ist die Vergebung für viele nicht parallel zu denken mit dem Schutz des Lebens für viele? Jesus hat uns beauftragt, diese Geschichte immer wieder zu erzählen und das Mahl in seinem Sinne zu feiern: Damit viele Menschen (auch Kinder) Anteil haben an seiner Liebe und Nähe. Und es genügt, die Sehnsucht im Herzen zu haben, dass er zu mir kommt und mein Leben heilt und mich neu mit Gott verbindet! Die offene Hand links spricht eine Einladung aus an uns alle. Und die rechte teilt Brot aus. Auch das können wir nachahmen (1)

            Möge uns aber auch das Anteilgeben in Gemeinschaft im Abendmahl bald wieder möglich werden! Amen.

(1) An diesem und dem kommenden Samstag werden vor unseren Kirchen und Gemeindehäusern Lebensmittelspenden für die Soester Tafel gesammelt.

 

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude, EG 697 (Bayr. EG)

Betrachtung zum Abendmahl:

Jesus speiste mit allen, die ihn brauchten, Freunden, Freundinnen aber auch mit den Sündern und Gottlosen. In der Nacht, da er verraten ward, sass er mit zwölfen seiner Freunde zu Tisch und reichte ihnen das Brot und den Kelch zum Zeichen, dass sie nichts mehr trennt - und zum Zeichen dafür, dass Gottes Frieden über sie alle komme. Durch sein Sterben am Stamm des Kreuzes bekräftigte er, was das Mahl bedeutet hatte:

Freiwerden von Schuld für alle, neue Freiheit vor Gott und den Menschen. Darum erinnern wir uns an seinen Tod, wenn wir dieses Mahl feiern dürfen, und wir verbinden uns untereinander und mit ihm. Wir

 

nehmen und geben dann/bald/dereinst wieder Brot und Kelch, und sind gewiss, das Jesus gegenwärtig ist. Wir überwinden, was uns erschreckt und vereinzelt und freuen uns, dass wir Frieden haben mit Gott und den Menschen. Amen.

Vaterunser

Vergewisserung:

Christi Leib - für dich gegeben

Christi Blut - für dich vergossen.

„Danket dem Herrn, den er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ (Psalm 106,1)

Lied: Das sollt ihr Jesu Jünger, nie vergessen, EG 221

Segen: Der Herr segne Dich und behüte Dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden. Amen.

Musik

Passionsandacht für Zuhause, 02.04.2020

Musik

Lied: EG 81, 1-4 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen…

Eingangsvotum:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen GeistesAmen. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

G: der Himmel und Erde gemacht hat.

Vorspruch: Dietrich Bonhoeffer gab uns folgende Worte:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,

flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.

So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

 

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,

finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot

sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.

Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

 

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,

sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,

und vergibt ihnen beiden.

 

Psalm 91, 1-16

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem HERRN:

Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers

und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken,

und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,

dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,

vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht,

vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. (…)

Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen,

und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen,

dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Über Löwen und Ottern wirst du gehen

und junge Löwen und Drachen niedertreten.

„Er/sie liebt mich, darum will ich ihn/sie erretten;

er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;

ich bin bei ihm/ihr in der Not,

ich will ihn/sie herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn/sie sättigen mit langem Leben

und will ihm/ihr zeigen mein Heil.“ Amen.

 

G: Kyrie eleison, kyrie eleison, kyrie eleison

 

Lesung: Lukas 2,25-35 und Lukas 23,27.28 und Lk 23,49

Bildbetrachtung:

Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und er ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. (Lk 2, 33-35) Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. (Lk 23, 27) Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles. (Lk 23,49)

Liebe Gemeinde,

wir sehen einen Balken, den Kreuzesstamm, umfasst von drei Händen.

            Mitten durch das Bild geht der Balken des Kreuzes, an dem Jesus sterben wird. Der Stamm trennt zwei Personen. Eine ist rot gewandet, die andere grün. Die Hände in der Mitte des Bildes berühren sich. Eine Hand weiter oben umgreift, nein umklammert den Balken, als sollte Kraft darauf ausgeübt werden, vielleicht will die Hand sich hochziehen wie an einem Kletterseil? Es ist schwer zu sagen…, aber die Hände in der Mitte, die begegnen sich in einer Berührung. Ein Hauch von Zärtlichkeit liegt in der Geste der Hand, die die andere berührt und bedeckt. Wer ist wer? Normalerweise trägt Maria in der Tradition ein rotes Kleid und einen blauen (Himmels-)Mantel, hier trägt sie ein grünes Kleid. Jesus trägt das rote Gewand, das erkenne ich, denn seine zweite Hand weicht aus, greift nach oben, folgt der Aufgabe, die ihm gestellt wird. Und welchen Mensch treibt die Sehnsucht auf den Kreuzesweg, um ihm nah zu sein? Den liebenden selbstverständlich, und da liegt es nahe an seine Mutter zu denken, die bei der Kreuzigung dabei bleibt, und an die andere Maria. Marias Hand aber ist dunkel, voller Altersflecken, sie berührt ihn vorsichtig, tröstend. Es ist eine stumme aber rührende Geste.

            In diesen Tagen lernen auch wir neu, was eine Berührung wert ist: Unendlich viel! Denn wir dürfen uns nicht berühren. Nur zwei, oder junge Familien, die unter einem Dach wohnen. Die Tragik (in diesem Bild) ist unermesslich: Der Stamm trennt die beiden, ihre Gesichter sind nicht zu sehen, ganz genau vergleichbar zu jetzt, wo die älteren Menschen zumeist auf die Telefongespräche angewiesen sind, um ihren Liebsten nah zu sein.

            Es könnte einem das Herz brechen, die Isolation fährt vielen wie ein Schwert durch die Seele, wenn sie an der Haustür, oder durch ein Fenster miteinander sprechen. Aber das Leben und die Liebe sollen doch Sieger bleiben! Ostern steht vor der Tür!

            Ist Ihnen aufgefallen, wie viele Menschen, vor allem die Frauen, in diesen Tagen intuitiv die Farbe Grün wählen für ein Kleidungsstück? Es ist die Farbe der Hoffnung, die gewählt wird! Auch wir wollen ja die Hoffnung nicht verlieren, dass der Kampf gegen das Virus gewonnen werden kann!

            Zurück zum Bild. Was zwischen Mutter und Sohn gesagt wird, das wissen wir nicht, es bleibt ein Geheimnis. Der Schmerz aber ist mit ‚Händen zu greifen‘. Es ist ein Augenblick nur, aber er hält Begegnung und Respekt zwischen den beiden fest. Maria versucht nicht mehr, wie früher geschehen, ihren Sohn zu beeinflussen auf seinem Weg. Maria weiß, sie kann ihrem Sohn das Kreuz nicht abnehmen, aber sie nimmt ehrlich und tröstend Anteil an seinem Schmerz.

            So geschieht es auch heute: Da wird Leiden geteilt, vorsichtig Trost gespendet, da setzen Menschen sich für andere ein, halten mit ihnen die Situation und den Abstand aus. Vieles geschieht still und ohne großes Aufsehen. Da gibt es viele Marias und viele Simons von Cyrene und Josefs von Arimathiä. Die Geste und die Tat zählen! Wir alle zählen, bei den Menschen und bei GOTT! Amen.

Lied:  93, 1-3 Nun gehören unsere Herzen… 

Betrachtung zum Abendmahl:

Jesus speiste mit allen, die ihn brauchten, Freunden, Freundinnen aber auch mit den Sündern und Gottlosen. In der Nacht, da er verraten ward, saß er mit zwölf seiner Freunde zu Tisch und reichte ihnen das Brot und den Kelch zum Zeichen, dass sie nichts mehr trennt - und zum Zeichen dafür, dass Gottes Frieden über sie alle komme. Durch sein Sterben am Stamm des Kreuzes bekräftigte er, was das Mahl bedeutet hatte:

Freiwerden von Schuld für alle, neue Freiheit vor Gott und den Menschen. Darum erinnern wir uns an seinen Tod, wenn wir dieses Mahl feiern dürfen, und wir verbinden uns untereinander und mit ihm. Wir nehmen und geben dann/bald/dereinst wieder Brot und Kelch, und sind gewiss, das Jesus gegenwärtig ist. Wir überwinden, was uns erschreckt und vereinzelt und freuen uns, dass wir Frieden haben mit Gott und den Menschen. Amen.

Vaterunser

Vergewisserung:

Christi Leib - für dich gegeben

Christi Blut - für dich vergossen.

„Danket dem Herrn, den er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ (Psalm 106,1) 

Lied: 630, 1-3, Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst

Segen: Der Herr segne Dich und behüte Dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden. Amen.

Musik

St.P.

Passionsandacht für Zuhause, 26.03.2020

Musik

Lied: EG 91, 1.2.8.9, Herr stärke mich…

Eingangsvotum:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen GeistesAmen. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

G: der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Vorspruch: Dietrich Bonhoeffer gab uns folgende Worte:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,

flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.

So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

 

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,

finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot

sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.

Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

 

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,

sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,

und vergibt ihnen beiden.

 

Psalm 116:

Ich liebe den Herrn,

denn er hört die Stimme meines Flehens.

Er neigt sein Ohr zu mir,

darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.

 

Stricke des Todes hatten mich umfangen

des Todesreiches Schrecken hatten mich getroffen;

ich kam in Jammer und Not.

 

Aber ich rief an den Namen des Herrn:

Ach, Herr, errette mich!

Der Herr ist gnädig und gerecht,

und unser Gott ist barmherzig.

 

Der Herr behütet die Unmündigen;

wenn ich schwach bin, so hilft er mir.

Sei nun wieder zufrieden meine Seele;

denn der Herr tut dir Gutes.

 

denn du hast meine Seele vom Tode errettet,

mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.

Ich werde wandeln vor dem Herrn

im Lande der Lebendigen.

 

Wie soll ich dem Herrn vergelten

all seine Wohltaten, die er an mir tut?

Ich will den Kelch des Heils nehmen

und des Herrn Namen anrufen.

 

Dir will ich Dank opfern

und des Herrn Namen anrufen.

Ich will meine Gelübde dem Herrn erfüllen

vor all seinem Volk

in den Vorhöfen am Hause des Herrn, in dir, Jerusalem. Amen.

 

G: Kyrie eleison, kyrie eleison, kyrie eleison

 

Lesung: Markus 15, 20-21

Bildbetrachtung:

Und sie führten ihn hinaus, dass sie ihn kreuzigten. Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage. Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. Mk 15, 20b-22

 

Liebe Gemeinde,

einer, der vom Feld kam, wird von Soldaten gezwungen, Jesus auf dem Kreuzweg zu unterstützen. Er darf jetzt nicht zusammenbrechen, er muss ankommen, oben auf der Schädelstätte, Golgatha.

Sieger Köder, der Künstler, macht sich ein eigenes Bild von der Situation: „Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen“, so nennt er sein Bild. Wir sehen zwei Männer, eingespannt unter der Last des Kreuzesbalken. Des T-Balkens. Nichts verrät, dass sie sich bis gerade nicht kanten. In der Mitte und durch die vier Hände im Quadrat wirken sie fast wie ein Körper. Konzentriert und angestrengt blicken sie uns an. Ihr Atem geht schwer. 

Der eine, in blau, sonnengebräunt von der Feldarbeit, der andere in rot, bleich und ausgemergelt, die Stirn voller kleiner Wunden, wir wissen: von der Dornenkrone. Welche Hand gehört zu wem? Dann wird mir klar: Jeder Mann hat eine Hand an der Last, die andere um die Taille des je anderen gelegt. Ja, es wird einfacher, wenn man sich in eine solche Last gleichermaßen fügt, woher sie auch stamme. Jesu Last, das Holz auf seiner Schulter, Simons Last, Feldarbeit und nun das erzwungene Mittragen am Holze. Wäre er davon gelaufen, wenn er gekonnt hätte? Wir wissen es nicht. Er darf es nicht. Und später, später wird er es nicht mehr gewollt haben, da bin ich sicher. Denn er wurde Christ, was soll es sonst bedeuten, dass die Namen seiner Söhne beim Evangelisten erwähnt werden? Simon von Cyrene, der Vater des Alexander und des Rufus. Simon wurde unwillkürlich Zeuge auf Jesu Weg, aber selbst das Miterleben der schlimmsten Stunden in dessen Leben überzeugen ihn: „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal. 6, 2)

Auch auf uns liegt derzeit eine große Last! Es ist die reale Gefahr einer weltweiten Epidemie. Niemand kann sich dieser Gefahr und der damit verbundenen Lasten entziehen. Da sind die Menschen, die plötzlich als – systemrelevant – unendlich viel mehr arbeiten müssen, als sie sich je vorstellen konnten. Da sind die Menschen, die plötzlich nicht mehr arbeiten dürfen oder auf ganz andere ungewohnte Arbeitsweisen zurück geworfen werden und doch die Last einer Aufgabe und Verantwortung spüren, ohne schon ‚zugreifen‘ zu können. Da sind die Familien, die eine Nähe aufgezwungen bekommen, die sie gar nicht gewöhnt sind. Da sind die Älteren, die plötzlich in selbst auferlegte Quarantäne müssen, um gesund zu bleiben. Auch das ist eine Last, die zermürben kann. Was gestern noch galt, ist heute in Frage gestellt… Wirtschaftliche Probleme und Lasten werden auch viele zu (er)tragen haben.

Wo gibt es Trost in solch aussichtsloser Lage? Mein Blick fällt ins

Schwarze am oberen Bildrand. Keine Antwort, Nichts?

Doch, da ist ein wenig Licht, das von diesem geplagten selbst ausgeht, ein Lichtstreif, nicht am Horizont, sondern mitten auf der Last selbst, dem Holz auf seiner/ihrer Schulter. Indem sie tragen, geht es weiter, indem Simon dem Jesus hilft, Golgatha zu erreichen, wird der Weg zum Heil frei.

Ich empfinde es  persönlich wie „höhere Vernunft“, dass Nord-Rhein-Westfalen zwei Menschen gemeinsam den ‚Ausgang‘, den Spaziergang ermöglicht hat. Sicherlich sollen sie sich jetzt nicht so nah kommen, wie die beiden unter dem Kreuz, aber nah und nah sind ja zwei verschiedene Dinge. „Wir halten uns fern und sind uns dennoch nah“, so wollen wir als Christinnen und Christen diese Situation meistern. Und auf Jesus Christus vertrauen, der der Last eine große Verheißung gab (Mt. 11, 29f.)  „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir…denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Amen.

Lied: 97, 1-2,5-6, Holz auf Jesu Schulter…

Betrachtung zum Abendmahl:

Jesus speiste mit allen, die ihn brauchten, Freunden, Freundinnen aber auch mit den Sündern und Gottlosen. In der Nacht, da er verraten ward, sass er mit zwölfen seiner Freunde zu Tisch und reichte ihnen das Brot und den Kelch zum Zeichen, dass sie nichts mehr trennt - und zum Zeichen dafür, dass Gottes Frieden über sie alle komme. Durch sein Sterben am Stamm des Kreuzes bekräftigte er, was das Mahl bedeutet hatte:

Freiwerden von Schuld für alle, neue Freiheit vor Gott und den Menschen. Darum erinnern wir uns an seinen Tod, wenn wir dieses Mahl feiern dürfen, und wir verbinden uns untereinander und mit ihm. Wir nehmen und geben dann/bald/dereinst wieder Brot und Kelch, und sind gewiss, das Jesus gegenwärtig ist. Wir überwinden, was uns erschreckt und vereinzelt und freuen uns, dass wir Frieden haben mit Gott und den Menschen.Amen.

 

Vaterunser

 

Vergewisserung:

Christi Leib - für dich gegeben

Christi Blut - für dich vergossen.

„Danket dem Herrn, den er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ (Psalm 106,1)

 Lied: 98, 1-3, Korn, das in die Erde…

 

Segen: Der Herr segne Dich und behüte Dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden. Amen.

 

Musik

 

 

St.P.

Gruppen und Kreise in der Kirchengemeinde

Zur Zeit gibt es folgende Gruppen und Kreise:

Frauenhilfe Bad Sassendorf und Lohne

Abendkreis Bad Sassendorf

Abendkreis Lohner Höhe

Die Kirchenmusik hat in unserer Kirchengemeinde eine lange Tradition immer eine große Rolle gespielt.

Im Juni 2007 haben sich die beiden Chöre "Lohner Singekreis" und "Kirchenchor Bad Sassendorf" entschieden, in Zukunft gemeinsam zu proben und zu singen - eine Folge von Veränderungen innerhalb der Kirchengemeinde und ein wichtiger Schritt für den Erhalt einer qualifizierten Chorarbeit.

Die Chorgemeinschaft "Lohner Singekreis" und "Kirchenchor Bad Sassendorf" heißt seit Anfang des Jahres 2008 "Kantorei der Evang. Kirchengemeinde Bad Sassendorf".

Kantorei und den Flötenkreis der Ev. Kirchengemeinde

Posaunenchor

Männerkreis mit dem Arbeitskreis "Grüner Hahn"

Ökumenischer Bibelgesprächskreis

Team Kinderkirche und das Weltladenteam

tonArt