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Texte und Andachten in der Zeit ohne Gottesdienste

Predigt zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 17.01.2021

Auslegung der Jahreslosung 2021

Hier lesen Sie die Predigt zum Altjahrsabend 2020

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PREDIGT ZUM 2. SONNTAG NACH EPIPHANIAS, 17.1.2021

PREDIGTTEXT: JOHANNES 2, 1-11: Die Hochzeit zu Kana

1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. 9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. 12 Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Es ist Heiligabend im Jahre 1848, als Fjodor Michailowitsch Dostojewski die über 3000 km weite Reise nach Sibirien antritt, um dort sein Haft zu acht Jahren Straflager wegen aufrührerischer Tätigkeiten anzutreten. Als er im Januar ankommt, hat er neben einigen Habseligkeiten ein Buch bei sich, das einzige, das er überhaupt mit ins Lager nehmen darf: Eine einfache Ausgabe des Neuen Testaments, das ihm eine fremde Frau während eines Aufenthalts zugesteckt hatte. Später wird er erzählen, dass das Evangelium das Einzige war, das ihm überhaupt die Hoffnung erhielt. Nur von diesem Buch wurde er aufgerichtet, empfing dadurch neue Energie und Stärke, um die harten Umstände der Haft auszuhalten.

Das Neue Testament wird den großen russischen Autoren Dostojewski nicht mehr loslassen. Zeit seines Lebens hat er ein Exemplar auf seinem Schreibtisch liegen und markiert ihm wichtige und bedeutende Stellen darin. Ein Evangelium hat es dem Dichter und Schriftsteller vor allem angetan: das Johannes-Evangelium.  Zwei Gründe mögen ihn dazu bewogen haben:  Zum einen war das Johannes-Evangelium das meist bedachte Evangelium der Ostkirche, zum anderen gilt Dostojewskis lebenslanger Glaube dem Christus, durch den Gottes Wort leibhaftig wurde, so wie es zu Beginn durch Johannes beschrieben wird:

„Am Anfang war das Wort (…) Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1, 1.14).

Dostojewski will unbedingt daran glauben, dass die Herrlichkeit Gottes durch das sichtbare Tun seines Sohnes erfahrbar und erlebbar wurde: „Es gibt nichts Schöneres, nichts Tieferes und Mitfühlenderes, nichts Besonneneres, Menschlicheres und Vollkommeneres als Christus,“ wird er später schreiben. Spuren seines tiefen Ringens um seinen Glauben und die Auseinandersetzung mit biblischen Erzählungen zeigen sich später in vielen seiner Romane: In „Schuld und Sühne“ nimmt er beispielsweise Bezug auf die Erweckung des Lazarus (Joh 11, 1-46), in der Geschichte vom „Großinquisitor“ verarbeitet er die Versuchung Jesu aus dem Markus-Evangelium (Kapitel 4) und in seinem Werk „Die Brüder Karamasow“ geht es unter anderem um jenen Bibeltext, der an diesem Sonntag der Predigttext ist: „Die Hochzeit von Kana“ (Johannes 2, 1-11).

„Die Hochzeit von Kana“ – ein merkwürdig sinnlicher Text ganz zu Beginn des ziemlich verkopften Johannesevangeliums. Jesus erscheint just zu einem Fest auf der großen Theaterbühne des Lebens – bei ihm seine Jünger und seine Mutter Maria, die im Johannesevangelium nur zwei Mal erwähnt wird: an der Seite ihres Sohnes stehend auf der Hochzeit zu Kana und an der Seite des Lieblingsjüngers unter dem Kreuz Jesu kniend. Das eine ein Freudenfest, das andere eine Hinrichtung. Zwischen beiden Ereignissen spannt sich das Leben und Wirken Jesu.

Es ist denn auch Maria, die ihren Sohn während des Hochzeitsfestes darauf aufmerksam macht, dass der Wein ausgegangen sei. Und ohne Wein kann auch damals schon kein richtiges Fest gefeiert werden. Wein gehört dazu im alten Israel, wenn zwei Menschen eine Verbindung eingehen. Wasser dient der Reinigung und der Hygiene, Wein hingegen gilt als Zeichen der Freude, des Genusses, des Heils, der Fülle – Wein gibt es „zu allem Überfluss“.

Was mich berührt in dieser Wundererzählung, ist, dass Johannes, dieser theologisch tief durchdachte Mann, sich eben jenes Fest für Jesu ersten Auftritt aussucht. Kein Gespräch mit den Gelehrten im Tempel, wie Lukas es beschreibt, nein, ein Fest dient für die Eröffnung: eine Hochzeit.

Warum es just eine Hochzeit ist, dafür gibt es in der theologischen Literatur viele Erklärungen. Auf eine will ich mich heute konzentrieren, weil sie, so spüre ich es zumindest in mir, der quarantäne- und januargrau-geplagten Seele gut tut:

Eine Hochzeit symbolisiert in der Bibel immer auch das Bild der Verbindung Gottes mit seinem Volk. Indem Jesus nun auf der Hochzeit erscheint, so diesem Bund „beitritt“ und ihn mit dem Wein „begießt“, drückt Johannes aus: Der Bund Gottes mit seinem Volk wird durch den Auftritt des Gottessohnes nicht zerstört. Das Gegenteil ist der Fall: Der Bund bekommt eine neue Qualität: Jesus garantiert, dass die Freude an dem Fest nicht versiegt, sondern dass sie im Übermaß aus Fässern zu schöpfen ist, die schier unergründlich zu sein scheinen (immerhin 600 Liter Wein entstanden so an jenem Abend). Ähnliches wird sich wenige Wochen später abspielen, als Jesus den Menschen Brot und Fisch gibt „so viel sie wollen“. Am Ende bleibt mehr als genug übrig (Johannes 6).

Es ging dem Evangelisten Johannes doch wohl um eines:

Da, wo Menschlichkeit und Gottes Nähe sich verbinden, da zeigt sich Fülle, Heil, Überfluss, Leben und vor allem Lebensfreude in unergründlichem Maße.

Diese von Gott uns geschenkte unermessliche Lebensfreude ist es unter anderem, von der sich Dostojewski hat berühren lassen: In „Die Brüder Kasamarov“ beschreibt er, wie der Novize eines Klosters, Aljoscha, vor der Totenbahre seines Freundes Starez kniet. Aljoscha schläft ein und während ein Priester die Geschichte über die Hochzeit zu Kana vorliest, träumt der Novize einen Traum: den Traum vom Himmel. Die Wände der Totenkapelle rücken auseinander, der Raum wird größer. An der langen Tafel sitzen unzählige Gäste, unter ihnen auch der Verstorbene. Starez tritt auf Aljoscha zu und seine Augen strahlen: „Auch ich, mein Lieber ... auch ich bin geladen, geladen und gerufen. Wir sind fröhlich. Wir trinken den neuen Wein, den Wein der neuen großen Freude.“

„Den Wein der neuen großen Freude!“

Von mir aus könnte Gott eine ganze Wagenladung davon in diese graue Januarwelt schicken. Wie gerne würde ich wieder lachen, trinken, essen, Feste feiern, zusammen sein und unbeschwert. Doch die Zeiten sind alles andere als das. Was also tun? In Resignation erstarren?

Ich fürchte, es gilt in jeder Form von Resignation auf jene hingeraunzte Aufforderung der Mutter Gottes, Maria, zu hören, wie Johannes sie im Predigttext beschreibt: „Was er euch sagt, das tut!“

„Was er euch sagt, das tut!“ – fordert sie die Umstehenden auf und meint damit nichts anderes als: Geht und holt Wasser. Und seht dann genau hin, wie aus diesem Wasser guter Wein wird, wenn ihrs nur glaubt. Und verwandelt euer Leben in Freude durch die Fülle des Glaubens.  

Freude durch die Fülle des Glaubens!

Freude durch die Fülle des Glaubens – ja, es gibt Tage, da muss ich förmlich genau hinsehen und sie suchen: die Freude, die ich durch meinen Glauben finden kann. Doch ich will sie suchen, denn jeder Freudenstrahl, jede Freudenbotschaft hat die Kraft, eine Farbe in das Grau des Lebens zu malen und das Leben etwas festlicher werden zu lassen.

Und so suche ich sie, die Freude durch die Fülle des Glaubens:

Und ich entdecke sie in dem Rotkehlchen, das seit einer Stunde schon aufgeplustert in einem Busch vor meinem Arbeitszimmer sitzt. Ich entdecke sie in den Tönen des Weihnachtsoratoriums, das zu hören ich noch immer nicht leid bin. Ich entdecke sie im Lachen mit den Kolleginnen und Kollegen. Ich entdecke sie in der Gemeinschaft der Menschen, die unsere Kirche besuchen. Ich entdecke sie auch in einem Brief, der mich erreicht. Ich entdecke sie, wenn ich mit Gott über die Welt plaudere. Ich entdecke sie im Leben der Urväter und der Liebe der Urmütter. Ich entdecke sie beim Racletteessen mit meinen Kindern. In dem Glas Rotwein am Abend.  Und sogar im Johannesevangelium!

Wenn Jesus sich, sechs Wunderzeichen später, von seinen Jüngern aus diesem Leben verabschieden muss, wird er ihnen sagen: „Euer Herz soll sich freuen. Und eure Freude soll niemand von euch nehmen!“ (Johannes 16,22).

Daran halte ich mich – schon seit meiner Konfirmation. Es ist mein Konfirmationsvers und er hat mich durch viele graue Zeiten getragen. Freude ist nicht banal. Freude ist ein Geschenk Gottes. Auch heute, an diesem Sonntag.

Darauf haben wir sein Wort,auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen sei!“ (Johannes 15,11). So soll es sein – Amen.

Leona Holler

Pfarrerin der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Soest

Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Bad Sassendorf

Auslegung der Jahreslosung 2021

Jahreslosung 2021: Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist. Lukas 6,36

Liebe Gemeinde,

die Jahreslosung ist dieses Jahr wunderbar kurz und gut zu merken: „Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist.“ Ich möchte lieber übersetzen: „Werdet barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist.“ Die Zeitform ‚Futur’ ist nämlich noch besser geeignet für das griechische Verb. Und es stimmt ja auch, denn, wenn wir schon barmherzig wären, bräuchte es Jesus uns in seiner Feldrede (dem Äquivalent zur Bergpredigt beim Evangelisten Matthäus) nicht so dringend empfehlen. Manche Menschen sind es vielleicht von sich aus, barmherzig, weil sie warmherzig veranlagt sind, andere, die strenger mit sich und der Welt unterwegs sind, müssen das noch ein bisschen üben… Gott allerdings ist es schon, barmherzig, er ist es, auf den man in seiner Barmherzigkeit trauen darf! GOTT ist barmherzig, warmherzig wie eine gute Mutter. Im Hebräischen ist die Sprachwurzel von „sich erbarmen“ sogar verwandt mit dem Wort für „Mutterschoß, Gebärmutter“. Racham bedeutet dort „sich erbarmen“, rächäm bedeutet Gebärmutter. „Neben dem Herz ist rächäm das am häufigsten erwähnte innere Organ im Ersten Testament“, heißt es in dem Buch: „Die Körpersymbolik der Bibel“ (1). Gott liebt jeden und jede vorbehaltlos wie eine Mutter ihr Kind, das ist die tiefe Bedeutung dieses sprachlichen Zusammenhangs, davon bin ich überzeugt! Im Germanischen, so las ich an anderer Stelle, musste ein Wort erst noch erfunden werden, als die ersten mittelhochdeutschen Bibelübersetzungen erstellt wurden. Das Lateinische wurde zur Brücke: Misericordia heißt das Wort da. Und das Herz und das Leidvolle, Erbärmlich-Erbarmende gingen eine wunderbare neue Bedeutung miteinander ein. Geboren war die Barmherzigkeit! Was bedeutet nun Barmherzigkeit? Barmherzigkeit lässt alles ausser acht, was gegen einen Menschen sprechen könnte: Sein Ansehen, sein Aussehen, seine Fehler, seine Armut, seine Krankheiten, sein regelbrechendes Verhalten…Barmherzigkeit geht über alles, was gegen einen Menschen sprechen könnte, hinweg und zollt ihm Respekt und Wertschätzung. Barmherzigkeit hilft dem Warmherzigen, einfach „fünfe gerade“ sein zu lassen und barmherzig zu sein. Barmherzigkeit nimmt die Schwierigen, die Bemitleidenswerten oder Aussenseiter einfach an in ihrem So-und-so-Sein.

          Nicht gerade das, was wir normalerweise mit unserer Erziehung zu Stärke, Selbstbestimmtsein und Leistung bei Kindern und Erwachsenen erreichen wollen… Für das Leben da draußen muss man stark sein, da muss man auch ein Stück weit hart werden gegen sich und andere…so lautet eine häufige innere Überzeugung vieler Menschen in unseren Welt-Gesellschaften. Wo kämen wir denn dahin, wenn wir immer gleich alles entschuldigen würden und „fünfe gerade sein ließen“, also barmherzig wären? Da draußen gibt es Regeln und Gesetze, da draußen gilt nur: Wachse oder weiche…

Liebe Gemeinde, könnte es sein, dass das Jahr 2021 eine gute Gelegenheit ist, die Barmherzigkeit neu zu lernen? Was wäre nicht schon in 2020 passiert, wenn manche Regeln der Wirtschaftspolitik nicht einfach außer Kraft gesetzt worden wären? „Ohne Arbeit kein Geld“? „Leistung muss sich lohnen“? Viele Überzeugungen von Menschen, die das Leistungsprinzip sehr hochhalten, sind erschüttert worden. LeistungsträgerInnen waren plötzlich Andere…Der Versuch, in der Wirtschafts- und Sozialpolitik Hilfen bereit zu stellen ohne Ansehen von Leistung und Person, mag zwar vielleicht nicht ganz geglückt sein und nicht für alle Berufsgruppen passend gewesen sein, aber immerhin wurde er unternommen! Und so hat auch die Sozialpolitik etwas zu tun mit dem Einfluss des Christentums in unserem Land, da bin ich sicher. Heinrich Böll schrieb 1957 in dem Buch „Was halten Sie vom Christentum?“:  „Ich überlasse es jedem Einzelnen, sich den Albtraum einer heidnischen Welt vorzustellen oder eine Welt, in der Gottlosigkeit konsequent praktiziert würde: Den Menschen in die Hände des Menschen fallen zu lassen. Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen. Ich glaube, dass Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern könnten, und ich empfehle es der Nachdenklichkeit und der Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte.

          1957 - 2021…offenbar gibt es immer noch Gründe, sich nach Jesu Vaterunser-Wort zu sehnen: „Dein Reich komme“. Wir sind noch nicht da, wir sind vielleicht noch lange mit ihm auf dem Wege, deshalb müssen wir das Werden auch noch üben. Das Innewerden z.B. biblischer Grundvokabeln wie Barmherzigkeit und barmherzig sein! Es gibt kein besseres Jahr als 2021, im 2. Jahr der Pandemie, die Barmherzigkeit neu lernen zu wollen. Wir werden sie noch brauchen für uns und andere! Wir wollen genauso wie Gott, der eine liebende Mutter ist, Liebhaber des Lebens werden, das sollte unser christliches Hauptinteresse sein. Unser Hauptaugenmerk: Was dient dem Leben, dem Leben in Natur und menschlichem Miteinander?

          Dass wir dabei auf Gott vertrauen und bei uns selbst anfangen dürfen, ist der Gnade und der unbeschreiblichen Güte Gottes zu verdanken! Wir werden auch mitten in der Krise ruh’n, wie in „Abrahams Schoß“, wenn wir auf Gott vertrauen. Amen.

Pfarrerin Stefanie Pensing, 10.01.2021

  

(1)    Schröer, Silvia u. Staubli, Thomas: Die Körpersymbolik der Bibel, Darmstadt 1998, S. 79

Predigt zum Altjahrsabend

Liebe Gemeinde,

was für ein Jahr, das heute zu Ende geht?! Unvergleichlich zu vielen anderen Jahren zuvor für alle, und doch auch unvergleichlich, wie jede und jeder Einzelne damit umging. Es traf trotz der großen Unterschiede, die z.B. zwischen einem Beamten und einem Freiberufler bestehen, uns alle zumindest aus heiterem Himmel, wie das Wetter uns treffen kann. Oder wie die Dunkelheit in südlicheren Weltgegenden auf die Erde niederfällt…Dann wird Orientierung schwer: in Dunkelheit, im Sturm (‚vor Gericht) und auf hoher See ist man in Gottes Hand‘, so heißt es…Auf der See hat man aber in Landnähe wenigstens die Leuchtfeuer, das sind Türme oder Bojen, die mit ihrer ganz eigenen Kennung Orientierung geben können. Falls man in Landnähe ist…da, wo Menschenhand etwas tun konnte gegen den drohenden Schiffbruch.

          Israel war nie ein Seefahrervolk. Und bevor sie ein Volk wurden, da waren sie Sklaven in Ägypten, so erzählt es die Bibel. Der „Auszug aus Ägypten“ ist die Urgeschichte der Bibel, die Urgeschichte auch unseres Glaubens. Denn die Erfahrung von Rettung aus Unfreiheit und Rettung aus Not steht durch die Geschichte Jesu von Nazareth und seiner Erhöhung ans Kreuz im Zentrum auch unseres Glaubens. So hören wir die alte Geschichte vom Rande der Wüste für uns heute als Predigttext, für heute den Altjahrsabend:

So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste. Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten. Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht. (2. Buch Mose 13, 20-22)

          Sie waren so mutig aufgebrochen! Mit Mose hatten sie erlebt, welch mächtige Zeichen Gott in Ägypten tun konnte, aber jetzt, nach tagelangen und nächtelangen Märschen, sah die Welt anders aus. Wie schnell kommt man schon voran mit Alten, Kranken und Kindern? Zu langsam für ein herannahendes Reiterheer. Sie mussten einen Umweg nehmen, damit sie ‚frei ziehen konnten‘. Und jetzt durch die Wüste, wie würde es weitergehen? Gott muss geahnt haben, dass es ohne ein mächtiges Weg-Zeichen nicht gehen würde. Und so sendet er die Wolken-/Feuersäule, um Orientierung zu geben. Bei Tag ist es eine Wolkensäule, gut zu sehen vor heiterem Himmel. Bei Nacht ist sie eine Feuersäule, Leuchtfeuer in der Nacht. Aber die Säule zieht nicht immer voran, sie kann auch hinter dem Volk schützend stehen. Denn in den folgenden Zeilen in Kapitel 14 wird der Alptraum wahr: Der Pharao sendet seine schnellsten Truppen, Rosse und Wagen. Sie jagen ihnen nach! Eigentlich keine Chance. Und auch die Botschaft Gottes an Mose ist – ehrlich gesagt – niederschmetternd: „Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.“ (2. Mose 14, 14)

Stillesein, wenn man bedroht wird? Wenn man seine Liebsten beschützen muss! Wie kann man da stille sein und nicht schreien und kämpfen wollen? Aber Gott will das nicht, er will, dass die Familien sich fügen und Ihn selbst handeln lassen: Retten, handeln und eingreifen lassen!

          Ich gebe gern zu, ich finde das auch schwierig, nichts tun zu können, sondern nur abzuwarten. Was wäre denn ohne das beherzte Handeln der Ärzte, Schwestern und Pfleger, Politiker und WissenschaftlerInnen gewesen? Was wäre gewesen, hätten Frauen nicht die Masken genäht, die fehlten, PolitikerInnen Massnahmen nicht beschlossen, die Menschen im medizinischen Bereich nicht Überstunden gemacht und die Wissenschaftlerinnen sich nicht sofort an die Erforschung von Virus und Impfstoff gegeben? Es wäre noch kein Impfstoff in Sicht, wir hätten keinen erträglichen Sommer miteinander verbringen können, wir hätten noch mehr Unsicherheit und Unfreiheit erlebt! Also sind dies nicht alles Hinweise darauf, wie man mit Krisen umgehen sollte? Nämlich etwas tun und nicht lassen? Ja, und nein. Denn all’ diese und auch wir wurden im Oktober ehrlich überrascht vom Neuaufkommen des Virus. Und auch die MacherInnen mussten im Alltag vieles einfach hinnehmen. Von Videokonferenzen über Homeschooling, geschlossener Kultur- oder anderer Einrichtungen ihres Lebens. Sie und wir alle mussten schon eine Menge Geduld aufbringen und müssen es noch, eben ‚stille sein‘.

          Am Vorabend des Sylvestertages, an dem diese Predigt entsteht, ist es ‚stiller als still‘. Nicht ein Böller, und sei es aus dem vergangenen Jahr, wurde abgeschossen. Kaum ein Auto unterwegs. „Eigentlich kann man die Stille doch gar nicht mehr steigern“, so dachte ich…Und auch wenn es nicht leicht ist, diese kürzesten Tage und dunkelsten Nächte des Jahres zu durchleben am Jahreswechsel 2020/21, so merke ich doch, wie bemüht alle sind, durch Lassen mehr als durch Tun, die Wende zu befördern. Keine Familientreffen, keine Parties, kein Umherziehen-einfach-so. Die Wende wollen alle erreichen bei den Neuinfektionen und die Wende zum Besseren für unsere ganze Gesellschaft, ja die ganze Welt. Sogar die Brexit-Verhandlungen wurden abgeschlossen und ein neuer europäischer Plan bei der Begrenzung der CO-2-Gase beschlossen. Und wenn bei Kompromissen eines klar ist, dann, dass irgendjemand endlich ‚stille sein‘ musste.

          Wir brauchen Zeichen und Lichter der Hoffnung! Ich denke, dass in diesem Jahr so mancher Weihnachtsbaum am Sylvesterabend noch einmal anders im Mittelpunkt stehen wird als in den Jahren zuvor. Und dass in den Kirchen noch einmal mehr Lichter entzündet werden als in den Jahren und Tagen zuvor. Denn die Hoffnung muss und wird uns bleiben, denn Gott geht mit uns! Er machte in und mit Jesus durch, was wir durchmachen. Er kann unsere ‚toten Punkte‘ verwandeln! Er kann uns frei ziehen lassen wie das Volk Israel aus Ägyptenland und er wird es tun: Rettend und handelnd eingreifen! Die Feuersäule in der Wüste, der Stern von Bethlehem und das Licht aus der Höhe werden uns Leucht- und Feuerzeichen sein: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht überwältigt“ (Johannes 1,5)

          Ein Briefwort aus Rumänien, aus der Landschaft Siebenbürgen, begegnete mir bei der Predigtvorbereitung. Ich finde es so ermutigend, dass ich es weitergeben möchte: „Mit dem Evangelium im Herzen bleibt man, was die Auflagen betrifft, streng, und was das Herz angeht, heiter.“ Gelassenheit und die Heiterkeit des Herzens, die wünsche ich Ihnen und mir! Amen.

 

Stefanie Pensing, Pfarrerin in der Evangelischen KG Bad Sassendorf

 

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“ Amen.  (Psalm 121)

Einführung des Presbyteriums und des Küsters am 30.08.2020

Foto: Manfred Potthast

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort:

„Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ 1. Kor. 3,11

Der Gottesdienst wurde mit Einführung des neuen Küsters, des Presbyteriums und Abschied von einem verdienten Presbyteriumsmitglied (Ingo Sommerfeld, auf dem Foto mit großem Blumenstrauß) gefeiert.

Der Text der Predigt ist weiter unten nachzulesen.

Nach dem Gottesdienst stellten sich das Presbyterium und die Pfarrerinnen zu einem Gruppenbid vor der Kirche auf.

Foto: Manfred Potthast

 

 

Hier wird der neue Küster Hermann Ahrens vorgestellt.

Er wird von 2 Mitgliedern des Presbyteriums eingerahmt.

 

Für Menschen mit Hörhilfen wird eine kurze Übersicht des Gottesdienstes mit Untertiteln bereitgestellt.

Btte hier klicken.

Predigt zum Einführungsgottesdienst am 30.08.2020

Text:1.Kor.3,9-17

Unserem Bauboom in der Börde tragen wir seit langer Zeit Rechnung indem wir z.B. als Gemeinde, Erbpachtgrundstücke verkaufen. Dabei haben wir stets im Hinterkopf, dass wir keine Luxus-Eigentumswohnungen oder Häuser auf kirchlichem Grund und Boden möchten. Nein, wir sind eher genossenschaftlich orientiert und möchten es gerne erschwinglich haben für diejenigen, die eben nicht über ein so hohes Eigenkapital verfügen.

Aber heute soll es nicht um Mörtel und Steine gehen, mit denen sich auch unser engagierter Förderverein der beiden Pfarrkirchen auskennt.

Vielmehr führt Paulus uns in eine neue, für die damalige Zeit revolutionäre Bautechnik ein.

Der Tempel in Jerusalem von König Salomo erbaut war bisher das Symbol des alttestamentlichen Opferkultes. Dieser Tempel hat mit dem Opfertod Jesu ausgedient und wird im Jahr 70 n.Chr. von den Römern zerstört und auch nicht wiederaufgebaut.

Seit der Zeit als Jesus über diese Erde ging gilt bis zum heutigen Tag für denjenigen, der sich zu Christus bekennt: du bist der Tempel des Hl. Geistes. Dasselbe gilt auch für die Gemeinschaft der Christen, nämlich die Gemeinde Jesu auf der gesamten Welt.

Konkret heißt das: die Ev. Kirchengemeinde Bad Sassendorf ist ein Tempel des Hl. Geistes.

Wie könnten das z.B.  Feriengäste oder Patienten aus den Reha-Kliniken spüren, wenn sie in unsere Gottesdienste kommen? Gibt es spezielle Kennzeichen dafür ein Tempel des Hl. Geistes zu sein?

Die Antwort finden wir im Predigttext. Sie lautet: ein anderes Fundament kann niemand legen als das, das schon gelegt ist-Jesus Christus.

Die Gemeinde braucht dieses Fundament heute mehr denn je, jetzt da uns allen der Sturm der Pandemie um die Ohren weht.  Heute da der heiße Wind der Klimakatastrophe auch diejenigen, die das Problem kleinreden, überzeugen kann.

Ein Flickenteppich aus der festen Überzeugung, wir schaffen das alleine mit unseren wissenschaftlichen Möglichkeiten und natürlich hilfreichen Schutzkonzepten ist zu wenig.

Wie wäre es denn mal wieder das Schutzkonzept von Jesus in Anspruch zu nehmen? Zusätzlich zum staatlich verordneten Schutzkonzept natürlich.

Wie sehr Jesus Fundament der Gemeinde und jedes einzelnen Christen sein kann wird sehr schön deutlich an der Stillung des Sturmes. Wenn hier irgendeiner alles unter Kontrolle hat dann doch er. Also bitte bauen sie auf ihn und nicht auf irgendwelche handgestrickten Ideologien oder finanzielle Absicherungen.

Unser eindrückliches Altarbild ist doch kein Erinnerungszeichen an einen längst Verstorbenen, nein es vergegenwärtigt den Gekreuzigten, der zugleich der Auferstandene ist. Er ist so lebendig, dass er sogar wiederkommen wird. Täglich hat er ein offenes Ohr und ein liebevolles Herz für Dich und mich. Bei ihm habe ich 24/7 die Möglichkeit einer Privataudienz.

Ist er das Fundament in unserem Leben und damit auch in unserer Gemeinde?

Noch ein paar Gedanken, wie denn nun auf Christus als dem Fundament der Gemeinde weitergebaut werden kann.

Zum einen dürfen wir Hand in Hand bauen.

Der eine hü und die andere hott kann im Lauf der Zeit zu Spaltungen führen.  Davon sind wir Evangelischen ja stark betroffen. So viele Splittergruppen und jede meint, sie hätte die geistliche Wahrheit gepachtet.

Hand in Hand gelingt der Gemeindeaufbau, wenn wir uns auch gemeinsam dem Wort der Bibel aussetzen u. das Gebet miteinander ausreichend Raum erhält.

Zum zweiten ist das Baumaterial nicht beliebig. Nein, es wird am Ende dieser Weltzeit einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Für Jesus darf uns das Beste gerade gut genug sein. In geistlichen Dingen werden wir niemals zu Spezialisten werden. Selbst alte erfahrene Theologieprofessorinnen wissen sich am Ende ihres Lebens von Christus abhängig.

Vor vielen Jahrzehnten gab es sogar mal eine Theologieprofessorin, die sich von ihren veröffentlichten Büchern distanziert hat. Alles was sie veröffentlicht hatte, bestimmte sie später für den Reißwolf.

„Wer nun auf dieses Fundament, nämlich Christus, aufbaut kann dazu Gold, Silber, Edelsteine oder Holz, Heu und Stroh verwenden. Am Tag des Gerichts wird sich die Arbeit jedes Einzelnen im Feuer bewähren müssen. Das Feuer wird zeigen, von welcher Qualität das Bauwerk ist “ heißt es in unserem Predigttext.  Mit genau dieser Bibelstelle begründet die katholische Kirche ihre Lehre vom Fegefeuer. Luther hat sich von der Vorstellung eines Fegefeuers distanziert. In den Ostkirchen gab es die Vorstellung vom Fegefeuer überhaupt nie. Wenn sie so wollen handelt es sich um eine röm.-kath. Sonderlehre, die auch den Ablasshandel begünstigt hat.

Was allerdings absolut biblisch ist, dass alles auf den Prüfstand muss, wenn Jesus wiederkommt.

Wir werden Rechenschaft ablegen müssen über unser Tun, über unser Reden aber auch über unser Unterlassen. Zugegeben das Bild vom Feuer wirkt nicht anheimelnd und wärmend, nein es wirkt bedrohlich und lässt uns erschrecken.  Wir haben ganz aktuell die  Bilder  von außer Kontrolle geratenen Bränden in Kalifornien vor Augen die Menschen und Tiere in die Flucht treiben. Wie es sein kann einem Feuer gerade so mit Mühe und Not zu entkommen, können wir uns vorstellen, selbst wenn wir nicht zu den Aktiven bei der Freiwilligen FW gehören.

Sehr nachdenklich stimmte z.B. der große Brand der Kirche Notre Dame in Paris. Will uns Gott etwas sagen und wenn ja was?

Bevor wir es vergessen: wir tragen auch Gott gegenüber Verantwortung für unser Leben. Nicht Gott hat sich vor uns zu verantworten, sondern umgekehrt, der Mensch wird sich vor Gott verantworten müssen. Diesen Teil unseres Lebens würden wir zu gerne ausklammern, aber das funktioniert nicht. Wie also gehen wir mit dem Dilemma um? Gar nicht bauen? Damit bloß nicht Stroh, Heu oder Holz auf dem Fundament landet? Wenn ich gar nichts tue, kann ich auch nichts falsch machen, also lasse ich es besser.

Nein, besser nicht: Untätigkeit ist Arbeitsverweigerung und damit kontraproduktiv.

Stellen sie sich die Gemeinde mal als Ruderboot vor. Wenn von 8 Rudernden  2 in der Gegend herumschauen und 2 weitere kleine Löcher in das Boot hacken, wird es niemals ankommen.

Es geht nur so, dass wir uns immer wieder am Fundament, an Jesus Christus, orientieren.

Dieses Fundament ist so kostbar. Jesus selbst wird uns auch das passende Baumaterial zur Verfügung stellen. Wir besitzen es nicht. Er selbst wird es uns als kostbare Leihgabe zur Verfügung stellen.

Das ist mal eine spezielle Form der Erbpacht. Der Besitzer trägt die Kosten. Er stellt uns nichts in Rechnung.  Weil das so ist gibt es keinen Grund furchtsam oder mutlos zu sein. Wir dürfen bauen ein jeder an dem Platz und an der Aufgabe die Gott ihm zugewiesen hat. Wir dürfen bauen mit der Gewissheit, dass Gott uns im Gericht wie durch das Feuer hindurch retten wird.

Er ist der Lebensretter, der allein aus der Todesnot rettet.

Bis an das Ende dieser Weltzeit oder unseres eigenen Lebens ermöglicht uns Gott ein Tempel des Hl. Geistes zu sein. Der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Er schenkt uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.

Wie wir als Tempel des Hl. Geistes Gott die Ehre geben können, wird uns als Ansporn in einer Inschrift im Dom zu Lübeck verraten. Diese Inschrift lautet:

Ihr nennt mich Licht- so seht mich doch

Ihr nennt mich Weg- so folgt mir doch

Ihr nennt mich Leben- so sucht mich doch

Ihr heißt mich schön -so liebt mich doch

Ihr heißt mich die Liebe – so folgt doch der Bahn, denn wenn ihr mich liebt, habt ihr alles getan.

 

Herzlichst

Ihre Pfarrerin Brigitte Kölling

 

 

Paul Gerhardt wendet nun den Blick auf den Menschen und darauf, was alle schönen Beobachtungen des Sommers/Frühlings nun mit mir zu tun haben. Alles was ich da sehe und höre und rieche und schmecke – all das weckt meine Sinne auf. Meine Sinne werden durch die Eindrücke munter und froh. Und was tun wir, wenn wir von Lebensfreude ergriffen werden? Wir lächeln nicht nur eher, sondern wenn wir irgend können, möchten wir auch tanzen und singen und Purzelbäume schlagen.